WÄRME GEBÄUDE
Elektroinstallationen — Starkstrom, Schwachstrom
und Gebäudetechnik aus einer Hand
Als eingetragener Elektrofachbetrieb planen und installieren wir die komplette elektrische Infrastruktur Ihres Gebäudes — von der Hauptverteilung über strukturierte Netzwerkverkabelung bis zur Gebäudeautomation. Wohnbau, Gewerbe und Industrie.
Eingetragener Elektrofachbetrieb | VDE-geprüfte Fachkräfte | Normengerechte Ausführung | Prüfprotokolle & E-Check
Unser Leistungsspektrum im Überblick
Von der Planung bis zur Abnahme — alles aus einer Hand. Kompetente Beratung, fachgerechte Ausführung, lückenlose Dokumentation.
Starkstrominstallation
Hauptverteilungen, Unterverteilungen, Kabelverlegung und Schaltschrankbau nach VDE 0100 und DIN 18015. FI/LS-Kombinationen, Überspannungsschutz Typ 1–3.
- ✓ Zählerplatz nach AR 2100
- ✓ Überspannungsschutz
- ✓ Schaltschrankbau
- ✓ FI/LS-Kombinationen
Schwachstrominstallation
Netzwerkverkabelung Cat.6a/Cat.7, Glasfaser (FTTH), IP-Sprechanlagen, Brandmeldeanlagen (BMA) nach DIN 14675, Einbruchmeldung (EMA), Zutrittskontrolle.
- ✓ Cat.6a / Cat.7
- ✓ Glasfaser / FTTH
- ✓ Brandmeldeanlage
- ✓ Zutrittskontrolle
Gebäudeautomation
KNX-Systeme, Schaltaktorik, Zeitschaltuhren, Dämmerungsschalter, Präsenzmelder. Intelligente Vernetzung aller Gewerke für maximale Energieeffizienz.
- ✓ KNX-Planung
- ✓ Präsenzmelder
- ✓ Jalousiesteuerung
- ✓ Heizungsintegration
Prüfung und Wartung
E-Check nach DGUV Vorschrift 3, Thermografie, wiederkehrende Prüfungen ortsveränderlicher und ortsfester Anlagen. Zertifizierte Prüfprotokolle.
- ✓ DGUV V3 E-Check
- ✓ Thermografieprüfung
- ✓ Prüfprotokoll + Plakette
- ✓ Wiederkehrende Prüfung
Starkstrominstallation im Detail
Hauptverteilung (HV)
Die Hauptverteilung ist das Herzstück jeder elektrischen Anlage. Sie sitzt direkt hinter dem Hausanschlusskasten (HAK) und verteilt die Energie auf alle Unterverteilungen im Gebäude. Wir planen und bauen HV nach aktuellen Anforderungen: mit Überspannungsschutz Typ 1 am Übergangspunkt, selektiven Vorsicherungen, RCDs für Fehlerstromschutz und übersichtlicher Beschriftung. Für Mehrfamilienhäuser mit zentraler Messung dimensionieren wir die HV auf den tatsächlichen Gleichzeitigkeitsfaktor — kein Oversizing auf Kosten des Kunden.
- ✓ Planung nach VDE 0100-410 und DIN 18015
- ✓ Selektive Vorsicherung je Strang
- ✓ Dokumentation mit Stromlaufplan
Unterverteilung (UV)
Pro Wohnung, Etage oder funktionalem Bereich erhält jede Einheit ihre eigene Unterverteilung. Moderne UVs nach aktueller Normenlage enthalten:
- ✓ Überspannungsschutz Typ 2 (SPD) — seit 2016 bei Neubau Pflicht
- ✓ FI/LS-Kombinationen 30 mA für Bad, Küche, Kinderzimmer
- ✓ Ausreichend Kreise: Küche mindestens 3 (Herd, Spüle, Arbeitsflächen)
- ✓ Bad als eigener geschützter Stromkreis
- ✓ Reservekreise für spätere Erweiterungen
- ✓ Übersichtliche Beschriftung aller Sicherungen
Zählerplatz nach AR 2100
Der Zählerplatz ist die Schnittstelle zwischen Netz und Hausnetz. Wir installieren gemäß Anwendungsregel AR 2100 des BDEW: eHZ-Aufnahme (3-Punkt-Befestigung), Vorbereitung für moderne Messsysteme (iMSys) und Smart Meter Gateway. Für Mehrfamilienhäuser planen wir die Zählerplatzdimensionierung frühzeitig mit, da nachträgliche Erweiterungen teuer werden.
- ✓ eHZ-Aufnahme (3-Punkt, DIN EN 62056)
- ✓ Vorbereitung Smart Meter Gateway
- ✓ Koordination mit Netzbetreiber
Kabelverlegung und Leitungsschutz
Für feste Installationen verwenden wir NYM-J Installationskabel in den Querschnitten 1,5 mm² (Licht), 2,5 mm² (Steckdosen), 4–6 mm² (Kochfeld, Waschmaschine) bis 16 mm² (Unterverteilung). Kabeltrassen aus Stahl oder Kunststoff schützen im Gewerbe- und Industriebereich vor mechanischer Beschädigung. Im Brandschutzbereich setzen wir funktionserhaltende Leitungen (E30 / E90) ein — Pflicht bei sicherheitsrelevanten Systemen wie Fluchtwegleuchten und Feuerwehraufzügen.
- ✓ NYM-J / NYY-J nach VDE 0276
- ✓ Querschnitt nach tatsächlicher Last
- ✓ E30/E90-Leitungen im Sicherheitsbereich
- ✓ Schutzrohre, Kabeltrassen, Wandschlitze
Überspannungsschutz — 3-stufig
Überspannungen durch Blitzeinschlag oder Schalthandlungen im Netz zerstören Elektronik in Sekundenbruchteilen. Ein vollständiges Schutzkonzept arbeitet mit drei Stufen:
- Typ 1 (Grobschutz) — direkt am Hausanschlusskasten (HAK), fängt Blitzströme bis 100 kA ab. Pflicht bei vorhandenem Blitzschutzsystem.
- Typ 2 (Mittelschutz) — in der Hauptverteilung, begrenzt auf 1–4 kA. Seit 2016 bei Neubau gesetzlich vorgeschrieben.
- Typ 3 (Feinschutz) — direkt an sensiblen Endgeräten (Server, Messtechnik). Ergänzt die vorherigen Stufen.
Normen: VDE 0100-443, VDE 0100-534, IEC 62305
Relevante Normen: Starkstrom
- ✓ VDE 0100 (Niederspannungsanlagen)
- ✓ DIN 18015 (Elektrische Anlagen in Wohngebäuden)
- ✓ AR 2100 (Zählerplätze, BDEW)
- ✓ VDE 0100-443 / -534 (Überspannungsschutz)
- ✓ RAL-RG 678 (Ausstattungswert 1–3)
Schwachstrominstallation im Detail
Netzwerkverkabelung (strukturierte Verkabelung)
Eine zukunftssichere Gebäudeinfrastruktur beginnt mit der richtigen Netzwerkverkabelung. Wir verlegen nach DIN EN 50174 (ISO/IEC 11801) und empfehlen:
- Cat.6a (Klasse E_A) — unterstützt 10 Gbit/s bis 100 m, Schirmung S/FTP, Standard für Neubauten und Sanierungen.
- Cat.7 (Klasse F) — 10 Gbit/s mit deutlich besserer Abschirmung (S/FTP, 600 MHz). Zukunftsreserve für 25G/40G. Geringe Mehrkosten bei Neubau.
- Patch-Panel und 19"-Netzwerkschrank — zentralisierte Auflage aller Leitungen, übersichtliche Beschriftung, einfache Verwaltung.
- ✓ Abstand min. 20 cm zu parallelen Starkstromleitungen
Glasfaser (FTTH)
Glasfaser bis in die Wohnung (Fiber To The Home) wird für Neubauten und größere Sanierungen zunehmend zum Standard. Wir installieren:
- ✓ Einblas- oder Einziehverfahren für Microröhrchen
- ✓ Spleißen und Messen (OTDR-Messung)
- ✓ OM3/OM4 Multimode für kurze Strecken
- ✓ OS2 Singlemode für Haupttrassen und Liegenschaften
- ✓ Übergabepunkt (OTO) pro Wohnung
Video-Sprechanlage / Türöffner
Moderne IP-Gegensprechanlagen verbinden Eingangstür und Bewohner über das Hausnetzwerk. Aufschaltung auf Smartphone (App) möglich. Wir installieren Systeme von Markenherstellern (z. B. 2N, Siedle, Comelit):
- ✓ Video-Türstation mit Kamera und RFID-Leser
- ✓ IP-basiert, SIP-kompatibel
- ✓ Türöffner-Integration (elektrischer Türöffner)
- ✓ App-Anbindung für Smartphone-Öffnung
Brandmeldeanlage (BMA)
Brandmeldeanlagen schützen Menschenleben und minimieren Sachschäden. Wir planen und installieren nach DIN 14675 (Planung, Errichtung, Betrieb von BMA):
- Automatische Brandmelder: Rauchmelder (optisch/ionisation), Wärmemelder, Flammenmelder — je nach Raumnutzung ausgewählt.
- Brandmeldezentrale (BMZ): Adressierbare Systeme ermöglichen genaue Brandortbestimmung. Aufschaltung auf Feuerwehr via ÜAZ möglich.
- Rauchmelder-Pflicht: In allen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben für Wohnräume und Schlafzimmer. Wir installieren VdS-geprüfte Geräte.
- ✓ Instandhaltungsvertrag auf Wunsch
Einbruchmeldung und Zutrittskontrolle
Sicherheitstechnik schützt Gebäude, Bewohner und Werte. Unser Portfolio:
- ✓ Alarmanlagen (Einbruchmeldeanlagen nach VDE 0833)
- ✓ Bewegungsmelder (PIR, Dual-Technologie)
- ✓ Magnetkontakte für Türen und Fenster
- ✓ VdS-Klasse B und C auf Anfrage
- ✓ Aufschaltung auf Wachschutz / NSL
- ✓ Zutrittskontrolle (RFID, PIN, Fingerprint)
- ✓ IP-Videoüberwachung (DSGVO-konform)
Relevante Normen: Schwachstrom
- ✓ DIN EN 50174 (IT-Verkabelung in Gebäuden)
- ✓ ISO/IEC 11801 (strukturierte Verkabelung)
- ✓ DIN 14675 (Brandmeldeanlagen)
- ✓ VDE 0833 (Gefahrenmeldeanlagen)
- ✓ VdS 2311 (Einbruchmeldeanlagen)
Besondere Anwendungen
Neben der klassischen Gebäudeinstallation sind wir spezialisiert auf die Elektrotechnik rund um erneuerbare Energien, Elektromobilität und Serverinfrastruktur.
PV-Anlagen-Integration
Als AC-Solar-Fachbetrieb beherrschen wir die elektrotechnische Integration von Photovoltaikanlagen vollständig. Das umfasst die DC-seitige Verkabelung von den Modulen bis zum Wechselrichter ebenso wie die AC-seitige Anbindung ans Hausnetz.
- ✓ DC-Verkabelung mit PV1-F / H1Z2Z2-K (UV-beständig)
- ✓ Überspannungsschutz DC-seitig (VDE-AR-E 2510-2)
- ✓ Stringverkabelung und Parallelschaltung
- ✓ Potentialausgleich PV-Gestell und Wechselrichter
- ✓ Einspeisepunkt und Zählerplatz-Erweiterung
Wärmepumpen-Anschluss
Wärmepumpen benötigen einen eigenen 400V-Starkstromanschluss dreiphasig. Wir verlegen die Zuleitung vom Zählerplatz, dimensionieren den Querschnitt nach der Nennleistung der WP und bereiten den Anschluss für SG-Ready vor.
- ✓ Dreiphasiger Anschluss 400V / 32A bis 63A
- ✓ Eigener Zähler (Wärmepumpen-Tarif)
- ✓ SG-Ready-Schnittstelle (2-Bit-Eingang)
- ✓ Absicherung und Motorschutz
- ✓ Koordination mit Netzbetreiber
Wallbox-Installation (E-Mobilität)
Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge stellt besondere Anforderungen an die Elektroinstallation. Wir installieren normgerecht und BAFA-förderfähig:
- ✓ Kabelverlegung NYY-J 5x6 mm² oder 5x10 mm²
- ✓ FI Typ A-EV oder Typ B (allstromsensitiv)
- ✓ Separater Stromkreis mit eigenem LS
- ✓ Dynamisches Lastmanagement (mehrere Ladepunkte)
- ✓ Eichrechtskonformer Zähler für Abrechnung
Serverschrank und EDV-Raum
IT-Infrastruktur erfordert eine zuverlässige und sichere Stromversorgung. Wir planen und installieren EDV-Räume von der USV bis zur Klimatisierung:
- ✓ USV-Versorgung (Online/Line-Interactive)
- ✓ Redundante Einspeisung (A/B-Versorgung)
- ✓ Potentialausgleich IT-Infrastruktur
- ✓ PDU (Power Distribution Unit) in 19"-Rack
- ✓ Klimatisierung und Lüftung Serverraum
Praxisbeispiele aus unserer Arbeit
Konkrete Projekte zeigen, was wir leisten — und was Sie erwarten können.
Neubau EFH — Komplett-Elektroinstallation
Schlüsselfertige Elektroinstallation für ein Einfamilienhaus (180 m², 2 Vollgeschosse + Keller + DG-Ausbau). Komplette Planung und Ausführung aus einer Hand:
- Zählerschrank (AR 2100) mit Smart-Meter-Vorbereitung
- 4 Unterverteilungen: Keller, EG, OG, DG — insgesamt 45 Stromkreise
- Küche: 5 separate Kreise (Herd 32A, Spülmaschine, Kühlschrank, Arbeitsfläche 2x, Dunstabzug)
- 2x RJ45 Cat.6a pro Raum, zentrales 24-Port-Patchfeld im Keller-HV-Schrank
- Vorbereitung PV-Anlage: Leerrohr vom Dach in den Keller + Kabelreserve DC/AC
- Vorbereitung Wallbox: NYY-J 5x10 mm² in Garage vorbereitet
- KNX-Bus-Leitung (YCYM 2x2x0,8) in jedem Raum (Wand + Decke)
- Lichtinstallation: Dimmervorbereitung in Wohn-/Schlafräumen
Kosten Elektroinstallation: individuell nach Ausstattung — Preis auf Anfrage
Gewerbehalle Sanierung — Elektrik und Netzwerk
Bestandsgebäude Baujahr 1985, Hauptverteilung veraltet (keine FI-Schutzschalter, kein Überspannungsschutz, Aluminiumleitungen in Teilbereichen). E-Check als Grundlage, dann Sanierung in zwei Bauphasen:
- Neue Hauptverteilung mit SPD Typ 1+2, allstromsensitive FI-Schutzschalter
- Erneuerung aller Unterverteilungen (3 Hallen, Bürotrakt, Sozialräume)
- Netzwerkverkabelung Cat.6a: 48 Ports, zentraler 19"-Rack
- WLAN-Ausleuchtungsplanung + 12 Access Points (PoE)
- E-Check nach DGUV Vorschrift 3: 127 ortsveränderliche Betriebsmittel geprüft
- Thermografie: 3 kritische Hotspots in alter Verteilung gefunden und beseitigt
- Alle Prüfprotokolle und Bestandspläne digital übergeben
Kosten Gesamtprojekt: individuell nach Ausstattung — Preis auf Anfrage
E-Check und wiederkehrende Prüfungen
Der E-Check ist eine freiwillige Sicherheitsüberprüfung für elektrische Anlagen und Betriebsmittel. Für Gewerbebetriebe ist die Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) gesetzliche Pflicht — mit klar geregelten Fristen.
Prüffristen (Richtwerte):
| Betriebsmittel | Frist | Norm |
|---|---|---|
| Ortsfeste Anlagen (Büro) | 4 Jahre | DGUV V3 |
| Ortsfeste Anlagen (Industrie) | 1 Jahr | DGUV V3 |
| Ortsveränd. Geräte (Büro) | 2 Jahre | VDE 0701-0702 |
| Ortsveränd. Geräte (Baustelle) | 6 Monate | DGUV V3 |
| Verlängerungskabel (Baustelle) | 3 Monate | BGI 600 |
Was wird gemessen?
- ✓ Schutzleiterwiderstand R_PE (max. 1 Ohm)
- ✓ Isolationswiderstand (min. 1 MOhm bei 500V)
- ✓ Schutzleiterstrom (max. 3,5 mA bei Klasse I)
- ✓ Berührungs-/Ableitstrom
- ✓ Schleifenimpedanz und Kurzschlussstrommessung
- ✓ Funktionsprüfung (RCD-Test, Auslöseprüfung)
Messgeräte und Methodik
Wir arbeiten mit kalibrierten Installationstestern nach DIN VDE 0100-600 und Gerätepestern nach DIN VDE 0701-0702. Alle Prüfungen werden digital erfasst und als normgerechtes Protokoll übergeben.
- ✓ Kalibriertes Messgerät (DAkkS-zertifiziert)
- ✓ Digitales Prüfprotokoll (PDF + CSV)
- ✓ Prüfplakette mit Datum und Prüfer-ID
- ✓ Mängelprotokoll mit Handlungsempfehlungen
Thermografie-Prüfung
Mit einer Wärmebildkamera erkennen wir Hotspots in Verteilern, Klemmen und Kabelverbindungen — ohne Demontage. Lockere Klemmen, überlastete Sicherungen oder schlechte Kontakte werden als Wärmebild dokumentiert. Ideal als Ergänzung zur DGUV V3-Prüfung.
- ✓ Erkennung unter Betriebslast (kein Abschalten nötig)
- ✓ Wärmebildbericht mit Fotodokumentation
- ✓ Kategorisierung nach IEC 60079 (Kritikalität)
Richtpreise Prüfungen
- Ortsveränderliche Geräte: Preis auf Anfrage je Gerät
- Ortsfeste Anlage (Verteilung): Preis auf Anfrage je Verteilung
- Vollständiger E-Check EFH: Preis auf Anfrage
- Thermografieprüfung: auf Anfrage (abhängig von Anlagengröße)
Normen und Vorschriften
Unsere Installationen folgen stets dem aktuellen Stand der Technik — das bedeutet normgerechte Ausführung nach VDE, DIN und den anerkannten Regeln der Technik.
Häufig gestellte Fragen
Als grobe Faustregel gilt: Die Elektroinstallation kostet 3–5 % der Bausumme. Für ein typisches Einfamilienhaus (150–200 m²) liegt das bei Kosten nach Aufwand und Ausstattung — auf Anfrage, abhängig vom Ausstattungsniveau:
- Basisausstattung (RAL-RG 678 Stufe 1): Mindestanzahl Steckdosen und Schalter nach DIN 18015 — Kosten auf Anfrage
- Komfortausstattung (Stufe 2): Mehr Kreise, KNX-Vorbereitung, Cat.6a, Überspannungsschutz — Kosten auf Anfrage
- Gehobene Ausstattung (Stufe 3): Vollständige KNX-Automation, Smart-Home, Glasfaser — Kosten auf Anfrage
Wir erstellen Ihnen nach einem kostenlosen Aufmaß ein detailliertes Festpreisangebot.
Nein, eine Kompletterneuerung ist nicht immer nötig. Entscheidend ist der Zustand der Anlage. Wir empfehlen zunächst einen E-Check: Er zeigt genau, welche Teile der Installation nicht mehr den aktuellen Normen entsprechen oder ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Häufige Schwachstellen in Altanlagen:
- Keine FI-Schutzschalter (Pflicht für neue Installationen seit 1984)
- Kein Überspannungsschutz (Pflicht für Neubauten seit 2016)
- Aluminiumleitungen (Klemmpunkte altern, Brandgefahr)
- Veraltete Sicherungsautomaten ohne selektive Abschaltung
Oft reicht eine gezielte Modernisierung der Verteilung und Nachrüstung von FI-Schutz, anstatt die gesamte Unterputzverkabelung zu erneuern.
Die DIN 18015-2 gibt Mindestanforderungen vor, die in der Praxis jedoch oft nicht ausreichen. Empfehlenswert sind die Werte aus RAL-RG 678 Stufe 2:
- Wohnzimmer (20 m²): mindestens 8–10 Steckdosen
- Schlafzimmer: mindestens 6 Steckdosen
- Küche: mindestens 10–12 Steckdosen + 3–5 separate Kreise
- Bad: mindestens 2 FI-geschützte Steckdosen (zone 3, außerhalb Spritzbereich)
- Flur/Diele: 2–4 Steckdosen
Grundregel: Besser 2 Steckdosen zu viel als eine zu wenig — Nachrüstungen in fertigen Räumen sind teuer. Wir beraten Sie bei der Planung.
Für Wohngebäude gibt es keine gesetzliche Pflicht zum E-Check. Allerdings haben Vermieter eine Verkehrssicherungspflicht: Sie müssen dafür sorgen, dass die elektrische Anlage keine Gefahrenquelle darstellt. Im Schadensfall kann fehlende Dokumentation die Haftung erhöhen.
Empfehlung für Vermieter:
- E-Check bei Mieterwechsel nach längerer Betriebsdauer
- E-Check bei Anlagen älter als 25–30 Jahre
- Regelmäßige Prüfung alle 10–15 Jahre
Für gewerbliche Mietobjekte und Büros gilt: Der Eigentümer als Arbeitgeber ist nach DGUV Vorschrift 3 zur regelmäßigen Prüfung verpflichtet. Auch Gewerbemieter müssen ihre eigenen Betriebsmittel prüfen lassen.
Unser Tipp: Ein E-Check lohnt sich immer — er schützt vor Haftungsrisiken und gibt Mietern Sicherheit.
Cat.6a (Klasse E_A, 500 MHz) unterstützt 10 Gbit/s bis 100 m und ist der aktuelle Standard für Neubau und Sanierung. In den meisten Anwendungen ist das vollkommen ausreichend — auch für die nächsten 15–20 Jahre.
Cat.7 (Klasse F, 600 MHz) bietet eine bessere Abschirmung (S/FTP, einzeln geschirmte Paare) und mehr Reserven für zukünftige Übertragungsraten (25G, 40G). Der Mehrpreis bei Neubau ist gering:
- Kabel Cat.7 vs. Cat.6a: ca. 0,30–0,50 EUR/m mehr
- Installationsaufwand: identisch
- Mehrkosten für ein EFH (200 m Kabel): ca. 60–100 EUR
Unsere Empfehlung: Cat.7 bei Neubau (minimaler Aufpreis, maximale Zukunftssicherheit). Cat.6a bei Sanierungen, wo vorhandene Leerrohre genutzt werden und der Kabelquerschnitt limitiert ist.
Ja, wir installieren sowohl den äußeren Blitzschutz (Fangeinrichtung, Ableitungen, Erdungsanlage) als auch den inneren Blitzschutz (Überspannungsschutz SPD Typ 1 am Hausanschlusskasten).
Äußerer Blitzschutz (IEC 62305):
- Fangeinrichtung (Fangstangen oder Fangleitungen auf dem Dach)
- Ableitungen (Blitzableiterdraht an der Fassade)
- Erdungsanlage (Tiefenerder oder Ringerder)
- Trennstellen für periodische Widerstandsmessungen
Wann ist äußerer Blitzschutz Pflicht? Bei Gebäuden über 20 m Höhe, bei feuergefährdeten Bereichen, Krankenhäusern, Schulen und weiteren Sonderbauten (je nach Landesbauordnung). Für private Einfamilienhäuser keine allgemeine Pflicht, aber sinnvoller Schutz — besonders mit PV-Anlage auf dem Dach.
Wir beraten Sie, ob und welche Schutzklasse (LPS I–IV) für Ihr Gebäude sinnvoll ist, und führen anschließend den Einbau und die Abnahmemessung durch.
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