Zum Inhalt springen
LADEN    E-MOBILITÄT

LADEINFRASTRUKTUR

Ladestationen AC und DC — Von der Wallbox bis zum bidirektionalen DC-Lader

AC Solar Install plant und installiert Ladeinfrastruktur für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser und Gewerbe. Von der einfachen 11 kW Wallbox bis zum bidirektionalen DC-System mit Vehicle-to-Home — wir liefern die passende Lösung für jeden Bedarf.

Grundlagen

AC vs. DC Laden — was steckt dahinter?

Der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden bestimmt, welche Lösung zu Ihrem Projekt passt. Hier erklären wir die Grundlagen — ohne Fachjargon.

AC-LADEN (WECHSELSTROM)

Die Wandlung findet im Auto statt

Die Wallbox liefert normalen Wechselstrom (wie aus jeder Steckdose). Im Fahrzeug wandelt der eingebaute On-Board-Charger (OBC) den Wechselstrom in Gleichstrom um, der dann in die Batterie fließt.

  • Leistung: 3,7 kW – 22 kW
  • Stecker: Typ 2 (Mennekes)
  • Begrenzt durch OBC im Auto
  • Günstig in Anschaffung und Installation
  • Ideal für über-Nacht-Laden
  • Standard für Heimanwendungen
Energiefluss AC
Stromnetz
AC-Wallbox
OBC im Auto
Batterie
AC→DC Wandlung im Fahrzeug, Wirkungsgrad ca. 88–92%
DC-LADEN (GLEICHSTROM)

Die Wandlung findet in der Ladestation statt

Bei DC-Ladern wandelt die Ladestation selbst Wechselstrom in Gleichstrom um und speist diesen direkt in die Fahrzeugbatterie — der OBC im Auto wird umgangen. Das ermöglicht wesentlich höhere Ladeleistungen.

  • Leistung: 25 kW – 350+ kW
  • Stecker: CCS (Combined Charging System)
  • Umgehung des On-Board-Chargers
  • Hohe Anschaffungs- und Installationskosten
  • Ideal für kurze Ladezeiten (30–45 min)
  • Gewerbe, Raststätten, Firmenparkplätze
Energiefluss DC
Stromnetz
DC-Station (AC→DC)
Batterie
Wandlung in der Station, Wirkungsgrad ca. 93–96%

Warum AC für zuhause reicht

Ein durchschnittliches E-Auto steht 20 Stunden am Tag — meist nachts zu Hause. Mit einer 11 kW Wallbox und 8 Ladestunden können bis zu 88 kWh geladen werden — mehr als die Batterie der meisten Fahrzeuge fasst.

Rechenbeispiel: 11 kW × 8 h = 88 kWh › Volle Batterie für 400–600 km Reichweite

Warum DC für Gewerbe sinnvoll ist

Firmenwagen müssen morgens einsatzbereit sein — auch wenn sie erst spätabends zurückgekommen sind. Kunden an Hotels oder Raststätten haben selten mehr als 30–60 Minuten Zeit. Hier braucht es DC.

Beispiel: 50 kW DC-Lader × 45 min = 37 kWh = ca. 200 km Reichweite nachgeladen
AC-Wallboxen

AC-Wallboxen im Detail

Welche Leistung, welcher Hersteller, welche Zusatzfunktionen — wir helfen Ihnen bei der Wahl.

11 kW oder 22 kW? — Die wichtigste Entscheidung

11 kW
Dreiphasig, 16 A

Für 99 % der Heimanwendungen völlig ausreichend. Das Auto lädt über Nacht und steht morgens voll. Meldepflichtig beim Netzbetreiber — keine aufwändige Genehmigung notwendig.

  • Kabelquerschnitt: 5x 2,5 mm²
  • Sicherung: Leitungsschutzschalter B16
  • Meldepflichtig (kein Genehmigungsverfahren)
  • Niedrigerer Anschaffungspreis
  • Alle gängigen Fahrzeuge unterstützt
22 kW
Dreiphasig, 32 A

Sinnvoll für Firmenfahrzeuge mit kurzer Standzeit, Plug-in-Hybride die tagsüber mehrfach geladen werden, oder Gewerbestandorte. Benötigt Genehmigung des Netzbetreibers.

  • Kabelquerschnitt: 5x 6 mm²
  • Sicherung: Leitungsschutzschalter B32
  • Genehmigungspflichtig beim Netzbetreiber
  • Viele Fahrzeuge begrenzen OBC auf 11 kW
  • Höherer Installationsaufwand

Hersteller, die AC Solar verbaut

Weeyu
Günstigstes Preisniveau

Preis-Leistungs-Sieger für Großprojekte. OCPP-fähig und mit MID-Zähler lieferbar — ideal für Mieterstrom-Projekte mit vielen Ladepunkten. Gutes Kosten-/Nutzenverhältnis bei 8+ Wallboxen an einem Standort.

  • 11 kW / 22 kW verfügbar
  • OCPP 1.6 + 2.0.1
  • MID-Zähler optional
  • RFID-Karte
ABL
Made in Germany

ABL eMH1 (1-phasig) und eMH3 (3-phasig) — robust, langlebig, made in Lauf a. d. Pegnitz. Klassiker für Eigenheim und Gewerbe. Bewährt in Tausenden Installationen. Sehr guter Kundendienst und Ersatzteilversorgung.

  • eMH1: 1-phasig bis 7,4 kW
  • eMH3: 3-phasig 11/22 kW
  • OCPP-Version verfügbar
  • IP54 / IP55 (Außenmontage)
KEBA
Österreichische Qualität

KeContact P30 — jahrelang KfW-gelistetes Referenzgerät. Hohe Zuverlässigkeit, RFID, OCPP, intuitives Display. In der P-Serie gibt es Varianten mit MID-Zähler für eichrechtskonforme Abrechnung.

  • P30 c-series: 11/22 kW
  • RFID + OCPP integriert
  • MID-Zähler verfügbar
  • Ethernet + WLAN
Easee
Skandinavisches Design

Schlichtes Design, cloud-basiert, sehr einfache Installation — besonders beliebt bei Privatkunden. Lastmanagement mehrerer Easee-Wallboxen über die Easee Cloud. App-Steuerung und smarte Zeitplan-Funktion.

  • Home: 11/22 kW
  • Cloud Lastmanagement
  • App-Steuerung
  • OCPP 1.6 (Easee Core)
Mennekes
Industriequalität

Amtron-Serie — Mennekes hat den Typ-2-Stecker erfunden und versteht Ladeinfrastruktur von Grund auf. Robust, für harte Außenmontage geeignet, Gewerbe-zertifiziert. Besonders empfohlen für Parkhäuser und Firmenparkplätze.

  • Amtron Professional 11/22 kW
  • IP54, IK10
  • OCPP 1.6
  • Dynamisches Lastmanagement

Hersteller-Vergleich auf einen Blick

Hersteller Leistung OCPP MID-Zähler Preisniveau Ideal für
Weeyu 11 / 22 kW ★★ Mieterstrom, Großprojekte
ABL 7,4 / 11 / 22 kW ★★★ Eigenheim, Gewerbe
KEBA 11 / 22 kW ★★★ Eigenheim, MFH
Easee 11 / 22 kW ★★★ Privathaushalt, einfache Installation
Mennekes 11 / 22 kW ★★★★ Parkhaus, Gewerbe, Outdoor

Lastmanagement — warum es bei MFH und Gewerbe Pflicht ist

Statisches Lastmanagement

Die verfügbare Leistung wird fix auf alle Ladepunkte aufgeteilt. Beispiel: 30 kW verfügbare Reserveleistung, 6 Wallboxen = je max. 5 kW. Einfach, günstig, aber nicht optimal — bei wenigen aktiven Ladevorgängen bleibt Leistung ungenutzt.

Geeignet für: Bis zu 4–6 Wallboxen, überschaubare Anlagen

Dynamisches Lastmanagement

Ein Energiezähler am Hausanschluss misst kontinuierlich den Gesamtverbrauch. Die Wallboxen erhalten dynamisch mehr oder weniger Leistung, je nachdem was das Gebäude gerade verbraucht. Effizienter, aber höherer Installationsaufwand.

Geeignet für: 6+ Wallboxen, MFH, Gewerbe, Mieterstrom

MID-Zähler — Pflicht bei Drittabrechnung

Ein MID-Zähler (Measuring Instruments Directive) ist ein eichrechtlich konformer Stromzähler, der direkt in der Wallbox verbaut ist. Pflicht, wenn Ladestrom an Dritte abgerechnet wird — also bei Mieterstrom, Mitarbeiterladung oder öffentlichen Ladepunkten. Ohne MID-Zähler ist eine Abrechnung in Deutschland nicht zulässig.

OCPP — der offene Standard für Backends

OCPP (Open Charge Point Protocol) ist das Kommunikationsprotokoll zwischen Wallbox und einem Backend-System. Über OCPP können Sie Ladepunkte fernsteuern, Ladehistorie auslesen, Tarifmodelle hinterlegen und Abrechnungen automatisieren. Standard bei Gewerbe und Mieterstrom. OCPP 1.6 ist weit verbreitet, OCPP 2.0.1 bietet zusätzlich Plug&Charge und ISO 15118.

DC-Schnellladen

DC-Ladestationen für Gewerbe und öffentliche Infrastruktur

Wenn schnelles Laden gefragt ist, braucht es DC. Wir planen und installieren DC-Schnelllader für Hotels, Autohäuser, Firmenparkplätze und öffentliche Plätze.

Leistungsklassen im Überblick

25–50 kW
Destination Charging

Für Hotels, Restaurants, Einkaufszentren — Kunden laden während ihres Aufenthalts (1–3 Stunden). Kompakte Bauform, moderater Netzanschluss, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kosten: Investitionskosten auf Anfrage
100–150 kW
Schnelllader

Für Autohaus, Supermarkt, Gewerbepark — Kunden laden in 20–40 Minuten nach. Benötigt leistungsfähigen Netzanschluss, ggf. Lastmanagement mit Pufferspeicher.

Kosten: Investitionskosten auf Anfrage
300+ kW
HPC / Ultra-Schnellladen

Für Raststätten, Mobility Hubs, Autobahn-Korridore — Laden wie Tanken in 10–20 Minuten. Eigene Trafostation oft notwendig, hohe Netzanschlusskosten.

Kosten: Investitionskosten auf Anfrage

Technische Anforderungen DC

  • Starkstromanschluss (mind. 63 A / 125 A je nach Leistung)
  • Eigene Trafostation ab ca. 150 kW Gesamtleistung
  • Aktive Kühlung des Ladekabels (bei HPC)
  • Netzrückwirkungen: Oberwellen-Filter ggf. notwendig
  • Datennetzanbindung (LAN / SIM) für OCPP-Backend
  • Fundament und Zaunanlage bei Freimontage
  • Blitzschutz und Potentialausgleich

Fördermöglichkeiten DC

Für öffentlich zugängliche DC-Lader gibt es diverse Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene. Die Förderlandschaft ändert sich laufend — wir beraten Sie zu aktuellen Programmen.

  • KfW-Programm für Ladeinfrastruktur (Gewerbe)
  • BAFA-Zuschüsse
  • Landesprogramme (NRW, Bayern, BaWü)
  • EU-Mittel über AFIR-Verordnung
Aktuelle Infos: foerderdata.de — Wir beraten gerne zu laufenden Programmen.
Highlight — Bidirektionales Laden

Sigenergy — das modulare DC-Bus-Energiesystem mit V2H

Sigenergy ist kein gewöhnlicher Wechselrichter — es ist ein vollständiges, modulares Energiesystem auf einem gemeinsamen DC-Bus. Mit der Option zum bidirektionalen DC-Laden (Vehicle-to-Home) wird das E-Auto zum größten Stromspeicher im Haus.

Der SigenStor Stack — modular aufgebaut

DC-Charger-Modul
Bis 22 kW bidirektional — CCS
Batterie-Module (LFP)
5 kWh pro Modul · bis zu 6 Module = 30 kWh
Wechselrichter-Modul
5 kW · AC-Netz + PV-Eingang
Alles auf gemeinsamem DC-Bus (Hochvolt)

Was ist Sigenergy?

Sigenergy ist ein modulares DC-Bus-Energiesystem in Stack-Architektur. Das bedeutet: Wechselrichter, Batteriespeicher und Ladegerät teilen sich einen gemeinsamen Hochvolt-Gleichstrombus. Module können je nach Bedarf gestapelt und nachgerüstet werden.

Der entscheidende Vorteil: PV-Strom fließt als Gleichstrom direkt von den Solarmodulen über den DC-Bus in die Batterie und von dort direkt in das E-Auto — ohne doppelte AC/DC-Wandlung. Das spart bis zu 8 % Wandlungsverluste gegenüber herkömmlichen AC-Systemen.

DC-Bus Wirkungsgrad-Vorteil
~96 %
PV → Auto (DC-Bus)
vs.
~88 %
PV → Auto (AC-Weg)

Vehicle-to-Home (V2H) — das Auto als Stromspeicher

Ein E-Auto mit 60–80 kWh Batterie ist der größte Stromspeicher im Haus — größer als jeder Wandspeicher. V2H macht die Autobatterie nutzbar für die Hausversorgung.

SZENARIO 1

PV → Auto laden (tagsüber)

Tagsüber produziert die PV-Anlage mehr Strom als das Haus verbraucht. Der Überschuss fließt über den DC-Bus direkt in die Autobatterie — Gratisstrom für die nächste Fahrt.

SZENARIO 2

Auto → Haus versorgen (abends)

Abends, wenn die Sonne nicht mehr scheint und Strom teuer ist, speist das Auto über den DC-Bus Rückstrom ins Haus. 5–8 kWh reichen für den Abend- und Nachtbetrieb.

SZENARIO 3

PV → Batterie → Auto

Wenn das Auto tagsüber nicht da ist, puffert die Hausbatterie den PV-Überschuss. Abends, wenn das Auto zurückkommt, lädt es aus der Hausbatterie — weiterhin aus Solarstrom.

SZENARIO 4

Billigstrom → Auto → Haus

Mit dynamischem Stromtarif (z.B. Tibber, aWATTar): Nachts bei Günstigerösen des Autoslädt das Auto zum Niedrigtarif. Tagsüber / abends gibt es den Strom ins Haus zurück.

!

Wichtig: Aufstellort und Installation bei Sigenergy

  • Der DC-Charger muss in der Garage aufgestellt werden (Ladekabel max. 5–7 m)
  • Das E-Auto muss zum Laden in der Garage stehen — keine Aussenlösung möglich
  • Höherer Verkabelungsaufwand: DC-Bus-Kabel von Keller/Hauswand zur Garage
  • Kabelweg sollte geplant werden: Leerrohr bei Neubau einplanen
Aber: Technisch gut machbar. Mehrkosten für DC-Kabel und Kabelverlegung auf Anfrage — der Effizienzgewinn amortisiert das in wenigen Jahren.

Sigenergy vs. SolarEdge Home — Systemvergleich

Merkmal Sigenergy SolarEdge Home
Architektur DC-Bus modular AC-gekoppelt
Laden DC nativ (CCS) AC (Typ 2)
Bidirektional V2H Ja Nein
Wirkungsgrad PV→Auto ~96 % ~88 %
Aufstellort DC-Charger Garage erforderlich Flexibel (AC)
Batteriekapazität bis 30 kWh bis 23 kWh
Preisniveau Mittel Hoch
PV → Auto

PV-Überschussladen — Solarstrom direkt ins Auto

Warum teuren Netzstrom laden, wenn die Sonne scheint? PV-Überschussladen lässt die Wallbox automatisch nur dann laden, wenn gerade genug Solarstrom übrig ist.

Was ist PV-Überschussladen?

Die Wallbox prüft laufend, wie viel Strom die PV-Anlage gerade produziert und wieviel das Haus verbraucht. Den Rest (Überschuss) lädt sie ins Auto — ohne Strom aus dem Netz zu beziehen. Smartes Laden — vollautomatisch.

Mindestleistung — Phasenumschaltung

E-Autos brauchen mindestens 6 A Ladestrom. Das bedeutet:

  • 1-phasig: min. 1,4 kW Überschuss
  • 3-phasig: min. 4,2 kW Überschuss

Smarte Wallboxen schalten zwischen 1- und 3-phasigem Laden um — so startet das Laden schon ab 1,4 kW Überschuss.

Intelligente Lösungen

  • EVCC — Open Source, Home Assistant, sehr flexibel
  • cFos Charging Manager — lokal, viele Wallboxen, professionell
  • Easee Cloud — integriert bei Easee-Wallboxen
  • Sigenergy SigenOS — integriert, kein Extra-System nötig
  • SMA EV Charger — integriert bei SMA-Systemen

Schnittstellen: Wie Wallbox und Energiemanager kommunizieren

Modbus TCP
Direktverbindung über LAN, schnell, zuverlässig
EEBUS
Neuer Standard für Smart Home + E-Auto + Wärmepumpe
SG-Ready
Einfaches Digitalsignal, weit verbreitet bei Wärmepumpen
REST API
Cloud-basiert, z.B. bei Easee und Tesla
Praxis

Drei Praxisbeispiele aus echten Projekten

BEISPIEL 1 — EINFAMILIENHAUS

10 kWp PV + 10 kWh Speicher + ABL eMH1 11 kW Wallbox

Systemaufbau
  • 10 kWp PV-Anlage (Dachausrichtung Süd)
  • 10 kWh LFP-Hausbatterie
  • ABL eMH1 11 kW Wallbox (1-phasig)
  • PV-Überschussladen über EVCC (Home Assistant)
  • Phasenumschaltung 1/3-phasig aktiviert
Wirtschaftlichkeit
Jahresfahrleistung 15.000 km
Energiebedarf 2.700 kWh/a
PV-Anteil (~70 %) ~1.900 kWh Gratisstrom
Ersparnis PV-Anteil ca. 700 EUR/a
Restkosten Netz (800 kWh) ca. 280 EUR/a
Gesamt Fahrtstrom ~980 EUR/a
Im Vergleich: Benziner bei 7 l/100km = ~2.200 EUR/a
BEISPIEL 2 — MEHRFAMILIENHAUS

12 Wohneinheiten — 8 Stellplätze mit Weeyu 11 kW Wallboxen

Systemaufbau
  • 8x Weeyu 11 kW mit MID-Zähler
  • Dynamisches Lastmanagement (30 kW Reserve)
  • OCPP-Backend für Mieterabrechnung
  • Eichrechtskonforme Abrechnung
  • RFID-Karten für alle Mieter
Kosten pro Ladepunkt
Wallbox inkl. MID-Zähler Preis auf Anfrage
Elektroinstallation auf Anfrage
Lastmanagement-System Gesamtpreis auf Anfrage
OCPP-Backend 50–150 EUR/Monat
Gesamtkosten je Ladepunkt inkl. Einbau Preis auf Anfrage
BEISPIEL 3 — SIGENERGY V2H

12 kWp PV + SigenStor Stack + VW ID.4 mit V2H

Systemaufbau
  • 12 kWp PV-Anlage
  • SigenStor Stack: 10 kW Wechselrichter
  • 15 kWh LFP Hausbatterie (3 Module)
  • 11 kW DC-Charger-Modul (in Garage)
  • VW ID.4 mit 77 kWh Batterie (CCS bidirektional)
Autarkierechnung
Autarkie mit V2H 85 %
Autarkie ohne V2H (Vergleich) ~68 %
Auto versorgt Haus (18–6 Uhr) 5–8 kWh/Nacht
Effizienz DC-Bus-Gewinn ~100 kWh/a weniger Verluste
Installation & Normen

Elektroinstallation, Anmeldung und Normen

Technische Vorgaben

Parameter 11 kW 22 kW
Kabelquerschnitt 5x 2,5 mm² 5x 6 mm²
Sicherung B16 / 16 A B32 / 32 A
FI-Schutzschalter Typ A-EV oder Typ B (je nach Wallbox)
Anmeldung Meldepflicht Genehmigung

Normen & Vorschriften

  • VDE 0100-722: Die maßgebliche Norm für Ladeeinrichtungen für E-Fahrzeuge in privaten und öffentlichen Bereichen
  • DIN EN 61851: Konduktive Ladesysteme, definiert Lademodi 1–4
  • ISO 15118: Fahrzeug-zu-Netz Kommunikation, Basis für Plug&Charge und V2G
  • Potentialausgleich: Bei Metallgaragen und leitfähigen Böden vorgeschrieben
  • Anmeldepflicht: Alle Wallboxen über 3,7 kW müssen beim Netzbetreiber gemeldet werden
Förderung

Fördermöglichkeiten für Ladeinfrastruktur

Die Förderlandschaft ändert sich laufend. Wir halten uns aktuell — und beraten Sie zu laufenden Programmen bei Ihrer Anfrage.

KfW 442
Bundesförderung

Das Programm „Solarstrom für Elektroautos“ war bis 2023 aktiv. Ein Nachfolger ist angekündigt. In Kombination mit PV besonders attraktiv — Kombiförderung PV + Speicher + Wallbox.

Landesförderungen
NRW · Bayern · BaWü

Mehrere Bundesländer fördern Ladeinfrastruktur, teils bis 1.000 EUR pro Ladepunkt. Programme laufen oft zeitlich begrenzt — aktuelle Infos erhalten Sie bei uns oder auf foerderdata.de.

THG-Prämie
Für Wallbox-Betreiber

Wer eine Wallbox betreibt und Ladestrom anbietet, kann die THG-Quote (Treibhausgasminderungs-Quote) vermarkten — ca. 50–150 EUR pro Jahr und Ladepunkt. Kumulierbar mit anderen Förderungen.

Hinweis: Förderprogramme ändern sich laufend — Budgets können ausgeschöpft sein oder neue Programme starten. Wir beraten Sie bei Ihrer Anfrage zu aktuell verfügbaren Fördermöglichkeiten.
FAQ

Häufige Fragen

11 kW oder 22 kW — was brauche ich?

Für 99 % aller Heimanwendungen reicht 11 kW vollkommen aus. Das Auto lädt über Nacht und steht morgens voll. 22 kW ist sinnvoll für Plug-in-Hybride die tagsüber mehrfach geladen werden, Firmenwagen mit kurzer Standzeit oder wenn mehrere Autos an einer Wallbox täglich komplett geladen werden müssen. Bedenken Sie: Viele Fahrzeuge (z.B. VW ID., Tesla Model 3) begrenzen den OBC auf 11 kW — 22 kW nutzen dann gar nichts.

Brauche ich eine Genehmigung für die Wallbox?

Bei 11 kW: Meldepflicht beim Netzbetreiber. Sie müssen die Wallbox anmelden, brauchen aber keine Genehmigung — die Anmeldung ist reine Information. Bei 22 kW: Genehmigungspflicht. Der Netzbetreiber prüft ob der Netzanschluss ausreichend ist und kann ggf. Auflagen machen. Als zugelassener Elektroinstallationsbetrieb kümmern wir uns um die gesamte Anmeldung für Sie.

Was kostet eine Wallbox-Installation komplett?

Die Wallbox — Preis auf Anfrage je nach Modell und Ausstattung (mit/ohne OCPP, MID-Zähler, RFID). Die Elektroinstallation kostet — Preis auf Anfrage — abhängig vom Kabelweg (kurz im Keller: günstiger; langer Weg zur Tiefgarage: teurer). Gesamtkosten typisch: Preis auf Anfrage — wir kalkulieren individuell je Wallbox und Projekt.

Was ist OCPP und brauche ich das?

OCPP (Open Charge Point Protocol) ist der offene Kommunikationsstandard zwischen Wallbox und einem Backend-System. Privat benötigen Sie OCPP nicht — eine normale Wallbox ohne Backend reicht. Pflicht ist OCPP wenn Sie Ladestrom an andere abrechnen wollen (Mieter, Mitarbeiter, öffentlich) — dann brauchen Sie OCPP-fähige Wallbox + MID-Zähler + Backend-Software.

Kann mein E-Auto V2H (Vehicle-to-Home)?

Aktuell unterstützen nur wenige Fahrzeuge bidirektionales DC-Laden (V2H/V2G): Hyundai Ioniq 5/6, Kia EV6/EV9, Genesis GV60/GV70e haben CCS-Bidirektional ab Werk. VW ID.-Reihe hat bidirektionales Laden angekündigt (Software-Update). Das Fahrzeug allein reicht nicht — Sie brauchen auch einen kompatiblen DC-Bidirektional-Lader wie das Sigenergy DC-Charger-Modul oder einen dedizierten V2H-Lader.

Lohnt sich V2H wirtschaftlich?

Rechnerisch ja: 5 kWh/Tag × 0,30 EUR × 365 Tage = ca. 550 EUR/Jahr gespart. Dazu kommen DC-Bus-Effizienzgewinne. Aber bedenken Sie: Die Mehrkosten für ein V2H-fähiges System sind erheblich (erheblicher Aufschlag (individuell nach System)). Außerdem sollten Sie die höhere Batterie-Degradation durch häufigere Lade-/Entladezyklen beachten — der Hersteller des Fahrzeugs gibt Empfehlungen hierzu. Bei längerer Nutzungsdauer rechnet sich V2H typisch in 6–10 Jahren.

Welche Wallbox ist am besten für Mieterstrom?

Für Mieterstrom-Projekte mit vielen Ladepunkten empfehlen wir Weeyu mit MID-Zähler und OCPP. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei großen Stückzahlen unschlagbar. Kombiniert mit einem OCPP-Backend (z.B. Chargepoint, has·to·be oder Open Source OCPP-Server) erhalten Sie eine vollständige, eichrechtskonforme Abrechnungslösung für Mieter.

Kann ich meine Wallbox mit der PV-Anlage koppeln?

Ja — und das ist sehr empfehlenswert! Die einfachste Lösung ist EVCC (kostenlose Open-Source-Software, läuft z.B. auf Home Assistant oder Raspberry Pi) — funktioniert mit sehr vielen Wallbox- und Wechselrichter-Marken. Alternativ: cFos Charging Manager (kommerziell, sehr robust) oder die jeweils integrierte Lösung des Herstellers (z.B. SMA Energy Manager, Fronius Wattpilot, Sigenergy SigenOS). Bei Sigenergy ist das PV-Überschussladen direkt ins System integriert — kein Extra-System notwendig.

Das könnte Sie auch interessieren

Ladeinfrastruktur

Planung und Aufbau

Mieterstrom

Abrechnung für Mieter-Ladepunkte

PV Gewerbe

PV-Überschussladen für Firmenparkplätze

Bereit für Ihre Ladeinfrastruktur?

Ob einfache Heimwallbox, Mieterstrom-Projekt mit 20 Ladepunkten oder bidirektionales Sigenergy-System — wir planen, liefern und installieren alles aus einer Hand.

Kostenlose Beratung · Planung · Anmeldung beim Netzbetreiber · Installation · Inbetriebnahme