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NETZ    SCHUTZTECHNIK

Übergabestationen Schnittstelle zum Mittelspannungsnetz

Für große PV-Anlagen, Industriebetriebe und Gewerbeimmobilien mit eigenem Mittelspannungsanschluss planen, errichten und zertifizieren wir schlüsselfertige Übergabestationen — normkonform nach VDE-AR-N 4110, betriebsbereit und abgenommen.

ANWENDUNGEN
PV-Freiflächenanlagen ab 500 kWp
Industrie- und Gewerbestandorte
Windparks und Hybridanlagen
Erweiterung bestehender Anlagen
Grundlagen

Was ist eine Übergabestation?

Eine Übergabestation (auch: Übergabepunkt, Netzübergabe) ist die technische und rechtliche Eigentumsgrenze zwischen dem öffentlichen Verteilnetz des Netzbetreibers (VNB) und dem privaten Kundennetz. Sie enthält Schaltanlage, Messtechnik und Schutzrelais — aber in der Regel keinen Transformator.

Die Station ist im Mittelspannungsbereich (typisch 10 kV oder 20 kV) angesiedelt. Das Netz des VNB endet am Kabel-Endverschluss; ab diesem Punkt beginnt die Anlage des Kunden. Alles innerhalb der Übergabestation (ab dem Kabel-Endverschluss) liegt in Eigentum, Verantwortung und Betriebspflicht des Anschlussinhabers.

Abgrenzung: Übergabestation vs. Trafostation

Die Begriffe werden oft verwechselt — der Unterschied ist aber eindeutig:

  • Übergabestation: Enthält nur MS-Schaltanlage, Messung und Schutz. Kein Transformator. Wird eingesetzt, wenn der Trafo bereits beim Kunden vorhanden ist oder wenn der VNB seinen Trafo in der Nähe hat.
  • Trafostation: Enthält zusätzlich einen oder mehrere Leistungstransformatoren (MS/NS). Wandelt Mittelspannung (10-20 kV) in Niederspannung (400 V) um.

Wann brauche ich eine Übergabestation?

  • Ein eigener Transformator ist bereits vorhanden (z. B. älteres Gewerbegelände, Industriebetrieb)
  • Der Trafo steht auf der Seite des Netzbetreibers und die Einspeisung erfolgt auf MS-Ebene
  • Die PV-Anlage speist direkt auf Mittelspannung ein (ab ca. 500 kWp bis mehrere MWp)
  • Es ist eine separate Messung auf MS-Ebene erforderlich (RLM-Zählung)
SIGNALFLUSS: EINLINIENSCHEMA
Öffentliches Netz 20 kV (VNB)
MS-Kabelstrecke
⭐ Übergabestation (Eigentumsgrenze)
Kundentrafo (630 kVA – 2.500 kVA)
NS-Hauptverteilung 400 V

Bei PV-Einspeisung fliesst der Strom in umgekehrter Richtung: vom Wechselrichter über den Kundentrafo in die Übergabestation und ins öffentliche Netz.

Technik im Detail

Aufbau einer Übergabestation

Eine moderne Übergabestation besteht aus mehreren funktionalen Komponenten, die zusammen einen sicheren, messbaren und schaltbaren Übergabepunkt bilden.

MS-Schaltanlage

Das Herzstück der Station. Erhältlich in zwei Bauarten:

  • Gasisoliert (GIS): SF6-frei (z. B. Schneider RM AirSeT, ABB SafeRing), kompakt, wartungsarm, für Innen- und Aussenaufstellung
  • Luftisoliert: Klassische Ausführung, grösserer Platzbedarf, günstigere Grundkosten

Typische Schaltfelder: Einspeisefeld (vom VNB), Abgangsfeld (zum Kundentrafo), Messfeld (für RLM-Zähler), Kuppelfeld (bei mehreren Trafos oder Ringen).

Leistungsschalter und Erdungsschalter

Leistungsschalter (Vakuumschalter): Schalten unter Last und bei Kurzschluss. Abschaltleistung typisch 25 kA bis 40 kA. Wichtig: der Schalter muss für die tatsächliche Kurzschlussleistung am Einbaupunkt zugelassen sein — diese ermittelt der VNB.

Erdungsschalter: 3-poliger Kurzschluss-Erdungsschalter mit Einschaltfähigkeit. Sicherheitsverriegelung: mechanisch und elektrisch gegenüber Leistungsschalter verriegelt. Schlüsselverriegelung zum Trafo-NS-Schalter (5 Sicherheitsregeln).

Messwandler und RLM-Zählung

Stromwandler (CT): Klasse 0,2 S für Zählung, Klasse 5P für Schutz. Wandlerverhältnis je nach Anschlussleistung (z. B. 150/5 A oder 300/5 A).

Spannungswandler (VT): Klasse 0,2 für Zählung, Klasse 3P für Schutz. Verhältnis z. B. 20 kV / 100 V.

RLM-Zähler (Registrierende Leistungsmessung): 15-Minuten-Intervall, gesicherte Fernauslesung über LTE/DSL. Pflicht ab 100 kW Anschlussleistung nach MsbG.

Schutzrelais und Schutztechnik

Modernes numerisches Schutzrelais (z. B. Siemens 7SJ, SEL-751, Schneider Sepam) mit folgenden Schutzfunktionen:

  • 50/51: Überstromschutz (unverzögert / zeitverzögert)
  • 50N/51N: Erdschlussschutz (Nullstromsystem)
  • 67: Kurzschlussrichtungsschutz (bei PV-Einspeisung wichtig)
  • 21: Distanzschutz (bei langen Kabeln oder Ringnetz)
  • NA-Schutz: Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4110 (Q-U, Q-f)
Hilfsspannung und USV

Schutzrelais, Motorantriebe und Signaltechnik benötigen eine unterbrechungsfreie Hilfsspannung. Zwei gängige Systeme:

  • 110 V DC: Batterie-gepufferte Gleichspannungsversorgung, Autonomiezeit 1-4 h, Industriestandard bei grossen Anlagen
  • 230 V AC mit USV: Einfachere Lösung für kleinere Stationen, Autonomiezeit 30-60 min

Batterien alle 5-8 Jahre tauschen. Ladezustand und Spannung werden überwacht.

Raumtechnik nach VDE 0101

Die VDE 0101 schreibt für Starkstromanlagen über 1 kV konkrete Anforderungen an den Aufstellungsraum vor:

  • Beleuchtung: Min. 200 lx an Arbeitsflächen, Notbeleuchtung
  • Heizung: Min. +5 °C, Kondensatschutz für Schaltanlage
  • Lüftung: Wärmeabfuhr nach Verlustleistungsrechnung, Frostschutz
  • Türen: Auswärts öffnend, selbstschliessend, abschliessbar, Warnzeichen
  • Boden: Isolierend oder mit Isoliermatte vor Schaltanlage
Ausführungsarten

Bauformen der Übergabestation

Betonfertigstation

Vorgefertigtes Betongehäuse auf Streifenfundament, 2-5 Felder möglich. Standardlösung für Industrie und PV-Freiflächen.

  • Schnelle Montage vor Ort
  • Witterungsbeständig
  • Erdkabeleinführung unten
  • CE-geprüft
Containerstation

ISO-Container (10 ft oder 20 ft), komplett ausgebaut, transportabel. Ideal für temporäre Anlagen oder sehr beengte Platzverhältnisse.

  • Komplett vorverkabelt
  • Verlegbar per Kran
  • Genehmigungsvorteil (mobil)
  • Auch als Doppelcontainer
Gebäudeintegrierte Station

In bestehendes Gebäude integriert: Technikraum, Keller, Erdgeschoss. Typisch bei Gewerbe und Industrie mit vorhandenem Technikbereich.

  • Kein Aussengebäude nötig
  • Witterungsschutz gegeben
  • Brandschutz nach VDE 0101
  • Zugangskontrolle erforderlich
Maststation

An Freileitungsmast montiert, ländlicher Bereich, PV-Freifläche mit Freileitungsanschluss. Einfachste und günstigste Variante.

  • Geringste Kosten
  • Freileitungsanschluss
  • Offene Bauweise (Zaun nötig)
  • Nur für kleine Leistungen
Bauform Felder Platzbedarf Leistungsbereich Preisniveau
Betonfertigstation 2 – 5 ca. 3 × 2 m bis 2.000 kVA Mittel
Containerstation 3 – 8 ca. 3 × 6 m bis 5.000 kVA Mittel – Hoch
Gebäudestation 2 – 10+ nach Bedarf unbegrenzt Niedrig (Raum vorhanden)
Maststation 1 – 2 Mast bis 250 kVA Niedrig
Planung und Recht

Genehmigungsverfahren Schritt für Schritt

Ein Mittelspannungsanschluss erfordert enge Abstimmung mit dem Netzbetreiber und mehrere behördliche Schritte. Planen Sie 4 bis 12 Monate Vorlaufzeit ein.

1
Netzverträglichkeitsprüfung (NVP)

Antrag beim Netzbetreiber mit Angaben zu Leistung, Einspeiseart und Standort. Der VNB prüft ob und wie der Anschluss technisch möglich ist.

Dauer: 1 – 3 Monate
2
Netzanschlussvertrag (NAV)

Nach positiver NVP: Abschluss des Netzanschlussvertrages und Einspeisezusage. Festlegung von Einspeisepunkt, Schutzeinstellungen und Kommunikationsschnittstellen.

Parallel zu Planung
3
Genehmigungsplanung

Erstellung der Planungsunterlagen nach VDE-AR-N 4110: Einlinienschema, Schutzkonzept, Berechnungsnachweise, Datenblätter der Betriebsmittel.

Dauer: 1 – 2 Monate
4
Baugenehmigung

Betonfertig- und Containerstationen erfordern je nach Bundesland eine Baugenehmigung oder Bauanzeige. Gebäudestationen benötigen Nutzungsänderung oder Baugenehmigung.

Dauer: 4 – 8 Wochen
5
Errichtung und Prüfung

Errichtung durch Elektrofachbetrieb, Erstprüfung nach VDE 0101 und VDE-AR-N 4110. Schutzrelais werden eingestellt und dokumentiert (Schutzkonzept-Protokoll).

Dauer: 2 – 4 Monate
6
VNB-Abnahme und Inbetriebnahme

Abnahme durch Beauftragten des VNB: Sichtprüfung, Dokumentation, Prüfprotokoll. Erst nach Freigabe erfolgt die Einschaltung und Übergabe der Anlage.

Meilenstein: Inbetriebnahme
Regelwerk

Massgebliche Normen und Vorschriften

VDE
4110
VDE-AR-N 4110

Technische Anschlussbedingungen für Mittelspannung (TAR MS). Regelt alle Anforderungen an Erzeugungsanlagen und Kundenanlagen am MS-Netz: Schutz, Netzqualität, Anlagenzertifikate, Kommunikation.

VDE
0101
VDE 0101

Starkstromanlagen mit Nennwechselspannungen über 1 kV. Regelt Errichtung, Sicherheitsabstände, Betriebsmittelanforderungen, Erdung und bauliche Ausführung der Station.

EN
62271
DIN EN 62271

Europäische Normenreihe für Hochspannungs-Schaltgeräte und -Schaltanlagen. Definiert Prüf- und Bauanforderungen für Leistungsschalter, Trennschalter, Schaltfelder und gasisolierte Schaltanlagen.

DGUV
V3
DGUV Vorschrift 3

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel. Schreibt wiederkehrende Prüfungen alle 4 Jahre vor. Grundlage für Schaltberechtigungen und Unterweisungsnachweise des Betriebspersonals.

VDE
0105
VDE 0105-100

Betrieb von elektrischen Anlagen. Regelt Schalthandlungen, Schaltberechtigung, Freischaltungen und die fünf Sicherheitsregeln. Pflichtunterweisung für alle Personen die an der Anlage tätig sind.

BDEW
MS-RL
BDEW MS-Richtlinie

BDEW-Mittelspannungsrichtlinie (Vorgänger der VDE-AR-N 4110). Ältere Anlagen können noch nach dieser Richtlinie genehmigt sein. Bei Erweiterungen ist die aktuelle TAR MS massgebend.

Referenzprojekte

Praxisbeispiele aus unseren Projekten

Beispiel 1
PV-Freiflächenanlage 2,5 MWp an der Autobahn
Leistung
2.500 kWp
Netzebene
20 kV Kabel
Schaltfelder
3 (Einsp. / Kuppl. / Mess.)
Transformatoren
2 × 1.250 kVA

Doppeltrafo-Ausführung für 50 %-Redundanz: Bei Ausfall eines Trafos bleibt die halbe Anlage in Betrieb. NA-Schutz nach VDE-AR-N 4110 ist in der Übergabestation integriert — keine separate Box nötig. Anlagenzertifikat Typ B (über 135 kW) war Pflicht.

Kuppelfeld trennt beide Sammelschienen für separate Einspeisung je Trafo-Halbfeld. RLM-Zähler fernauslesbar über LTE mit Datenspeicherung beim Messstellenbetreiber.

EUR individuell projektiert Übergabestation (ohne Kabel, ohne Trafo)
Beispiel 2
Industriebetrieb mit nachgerüsteter PV-Eigenversorgung
Anschlussleistung
500 kW
Bestand-Trafo
630 kVA (vorhanden)
PV-Anlage
200 kWp
Massnahme
Erweiterung Messfeld

Metallverarbeitungsbetrieb mit bestehendem 630 kVA-Trafo und vorhandener Übergabestation (2 Felder). PV-Anlage wird auf NS-Seite angeschlossen; für die Einspeisemessung musste ein drittes Messfeld ergänzt werden.

Kaskadenmessung: Bestehender RLM-Bezugszähler bleibt. Neuer Einspeisezähler misst den eingespeisten PV-Strom. Netzbetreiber erhält beide Werte zur Bilanzierung. Schutzkonzept wurde um NA-Schutz erweitert (Nachrüstung per Firmware-Update des bestehenden Relais).

EUR Kosten nach Projektumfang Erweiterung (Messfeld + Relais-Update + Zertifikat)
Lifecycle

Betrieb und Wartung

Eine Übergabestation ist eine Hochspannungsanlage. Der Betrieb ist nur durch unterwiesene und berechtigte Personen zulässig. Folgende Punkte sind für einen rechtssicheren Betrieb zwingend:

Die Fünf Sicherheitsregeln (VDE 0105-100)
  1. Freischalten
  2. Gegen Wiedereinschalten sichern
  3. Spannungsfreiheit feststellen
  4. Erden und kurzschliessen
  5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
  • Schaltberechtigung: Pflicht für jeden, der Schalthandlungen durchführt (Unterweisung + Prüfung nach VDE 0105-100, zu dokumentieren)
  • Wiederkehrende Prüfung: Alle 4 Jahre durch befähigte Person (DGUV V3), Protokoll aufbewahren
  • SF6-Kontrolle (bei alten Anlagen): Dichtheitsprüfung, Gasdruck-Monitoring; SF6-freie Anlagen (z. B. AirSeT) sind deutlich wartungsärmer
  • Ölproben bei Ölschaltern: DGA (Dissolved Gas Analysis) empfohlen, zeigt frühzeitig Alterung und Teilentladungen
  • Schutzrelais-Check: Jährliche Funktionskontrolle der Auslösekette empfohlen
  • Batteriewartung (USV/110 V DC): Kapazitätsprüfung alle 2 Jahre, Tausch nach 5-8 Jahren
  • Wartungsvertrag: Empfohlen; typische Kosten Wartungskosten auf Anfrage je nach Projektgröße
Wartungsplan (Beispiel)
Massnahme Intervall Grundlage
Sichtprüfung Schaltanlage jährlich Herstellervorschrift
Relais-Funktionstest jährlich VDE-AR-N 4110
Batteriekapazität (USV) alle 2 Jahre Hersteller
Wiederkehrende Prüfung alle 4 Jahre DGUV V3
DGA Ölprüfung (falls relevant) alle 4 – 6 Jahre DIN EN 60567
Batterietausch (USV) alle 5 – 8 Jahre Hersteller
Kosten im Betrieb
Wartungsvertrag (einfach) auf Anfrage
Wartungsvertrag (umfassend) auf Anfrage
Wiederkehrende Prüfung (4-jährig) auf Anfrage
Batterietausch USV auf Anfrage
Entscheidungshilfe

Übergabestation vs. Trafostation

Welche Variante für Ihr Projekt richtig ist, hängt von der vorhandenen Infrastruktur und dem Netzanschlusspunkt ab.

Merkmal Übergabestation Trafostation
Enthält Transformator? Nein Ja (1 oder mehrere)
Spannungsebene Ausgang MS → MS (kein Wandel) MS → NS (400 V)
Anwendung Trafo beim Kunden bereits vorhanden Neuer Trafo erforderlich
Typische Kosten individuell projektiert individuell projektiert
Platzbedarf Geringer (kein Trafo-Raum) Grösser (Trafo + Ölauffangwanne)
Feuerrisiko Niedrig (kein Öl) Höher (Öltrafo) oder Mittel (Trockentrafo)
PV-Einspeisung MS Möglich (Trafo separat) Integriert
Häufige Fragen

FAQ: Übergabestationen

Ab welcher Leistung brauche ich einen MS-Anschluss?

Das ist netzbetreiberabhängig. Viele VNBs verlangen ab 200 – 300 kW Anschlussleistung einen Mittelspannungsanschluss, mancherorts erst ab 400 kW oder 630 kW. Der erste Schritt ist immer die Anfrage beim zuständigen Netzbetreiber. Für PV-Anlagen gilt zusätzlich: ab 135 kW ist ein Anlagenzertifikat Typ B nach VDE-AR-N 4105 oder 4110 Pflicht.

Kann ich eine bestehende Übergabestation erweitern?

Ja, wenn die Schaltanlage für zusätzliche Felder ausgelegt ist und der Raum es zulässt. Viele gasisolierte Anlagen (z. B. Schneider RM6, ABB SafeRing) sind modular erweiterbar. Bei sehr alten Anlagen (über 25 Jahre) ist eine Generalüberholung oder Erneuerung oft wirtschaftlicher. Wichtig: Erweiterungen unterliegen ebenfalls der VDE-AR-N 4110 und müssen beim VNB angezeigt werden.

Wer ist Eigentümer der Übergabestation?

Die genaue Eigentumsgrenze ist im Netzanschlussvertrag festgelegt. Als Faustregel gilt: Kabel-Endverschluss = Eigentumsgrenze. Das MS-Kabel und der Kabel-Endverschluss gehören dem VNB. Alles ab dem Endverschluss — also die gesamte Übergabestation mit Schaltanlage, Messung, Schutz — ist Eigentum des Kunden und liegt in seiner Betriebsverantwortung.

Brauche ich eine Schaltberechtigung?

Ja, das ist Pflicht. Wer Schalthandlungen an der Übergabestation durchführt — also Ein- oder Ausschalten, Erdungsschalter bedienen — muss eine Schaltberechtigung besitzen. Diese erfordert eine Unterweisung nach VDE 0105-100, eine schriftliche Prüfung und die Bestätigung durch den Anlagenverantwortlichen. Schalthandlungen ohne Schaltberechtigung sind eine Ordnungswidrigkeit und können strafrechtliche Konsequenzen haben.

Wie gross muss das Fundament sein?

Für eine Betonfertigstation (2-3 Felder) sind ca. 3 × 2 m Grundfläche und ein Streifenfundament erforderlich. Die Tiefe richtet sich nach Frostgrenze (in Deutschland 0,8 – 1,2 m) und Baugrundgutachten. Für grössere Stationen (5 Felder) rechnen Sie mit ca. 4 × 3 m. Bei Containerstationen genügt oft eine Bodenplatte. Genaue Masse liefert der Hersteller im Fundamentplan.

Was kostet eine Übergabestation?

Die Kosten hängen stark von Feldanzahl, Schaltanlagentyp und Bauform ab. Als Richtwerte:

  • 2-Feld-Betonfertigstation: Preis auf Anfrage
  • 3-Feld-Station mit Messung: Preis auf Anfrage
  • 5-Feld-Containerstation: Preis auf Anfrage
  • Erweiterung Messfeld (Bestand): Preis auf Anfrage

Preise ohne Montage, Kabel und Netzanschlusskosten des VNB.

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10+
MS-Projekte
VDE-AR-N 4110
Zertifizierungserfahrung
schlüsselfertig
bis zur Abnahme durch VNB