Lehmbau und Elektro: Warum der Kleber über die Qualität entscheidet
Der häufigste Fehler im Naturbau steckt im Detail: falscher Kleber. Welche Prüfzeichen (EMICODE EC1PLUS, natureplus, eco-INSTITUT) wirklich zählen und warum wir im Lehmbau am liebsten Lehm auf Lehm arbeiten.
Warum ausgerechnet der Kleber wichtig ist
Man baut mit Lehm, weil er die Raumluft gesund hält — feuchteregulierend, geruchsneutral, schadstofffrei. Und dann wird zum Befestigen von Leitungen, Dosen oder Dämmplatten normaler Bauschaum oder lösemittelhaltiger Montagekleber genommen. Der dünstet über Jahre aus und macht genau den Vorteil zunichte, für den man den Lehm gewählt hat.
Deshalb gilt im Lehmbau: Auch die kleinen Hilfsstoffe müssen zum Anspruch passen. Der Kleber entscheidet über die Qualität mit.
Worauf Sie bei Materialien achten sollten
Drei Prüfzeichen geben verlässlich Auskunft über niedrige Ausdünstung und Wohngesundheit:
Die strengste Emissionsklasse für Verlegewerkstoffe und Kleber — „sehr emissionsarm".
Prüft Gesundheit, Umwelt und Nachhaltigkeit — ein anspruchsvolles Naturbau-Siegel.
Unabhängige Schadstoff- und Emissionsprüfung von Bauprodukten.
Im Lehmbau: am besten Lehm auf Lehm
Wo es geht, arbeiten wir mit Lehmkleber — also demselben Material wie die Wand. Das hält bestens, ist komplett ausdünstungsfrei und lässt sich später sogar sortenrein trennen. Für Kabel und Dosen gibt es zudem geeignete, emissionsgeprüfte Befestigungen.
So bleibt die Zertifizierungs-Qualität des ganzen Hauses erhalten — nicht nur an der großen Wand, sondern bis zur letzten Schelle. Genau das ist der Unterschied einer wirklich baubiologischen Elektroinstallation im Lehmbau.
Bis ins Detail wohngesund
Wir wählen jedes Material bewusst aus — damit Ihr Lehmhaus gesund bleibt.
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