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Strom & Erzeugung · Dachabdichtung für PV
Dach und PV aus einer Hand

EPDM-Dachabdichtung — die Abdichtung, die Ihre PV-Anlage überlebt

Eine Photovoltaikanlage liegt 25 bis 30 Jahre auf dem Dach. Darunter gehört eine Abdichtung, die mindestens genauso lange hält. EPDM wiegt rund 1,5 kg/m², wird kalt verklebt, ist bitumenverträglich — und hält nach unabhängigen Untersuchungen über 50 Jahre.

  • Ideal bei geringer Dachlastreserve — Trapezblech, Leichtbauhalle, Holzdach
  • Sanierung direkt auf der alten Bitumenbahn — meist ohne Abriss
  • Kalt verklebt — keine offene Flamme auf Ihrem Dach
  • Abdichtung und PV-Montage in einem Arbeitsgang, ein Verantwortlicher
Aufbau: PV auf EPDM (Sanierung im Bestand) PV-Module, aufgeständert ballastiert oder verklebt Schutzlage unter jedem Auflager EPDM 1,2 mm · 1,5 kg/m² Trenn-/Ausgleichslage (falls nötig) Alte Bitumenbahn bleibt liegen Wärmedämmung Trapezblech / Tragschale Zusatzlast der neuen Abdichtung: rund 1,5 kg/m². Zum Vergleich: neue Bitumenabdichtung zweilagig rund 9 kg/m².
1,5 kg/m²
Flächengewicht bei 1,2 mm
> 50 Jahre
Lebensdauer laut SKZ-Untersuchungen
> 350 %
Dehnfähigkeit ohne Riss
bis 750 m²
Plane am Stück, nahtfrei

Warum wir bei PV-Dächern zu EPDM raten

Der teuerste Fehler beim Solardach ist nicht das falsche Modul und nicht der falsche Wechselrichter. Der teuerste Fehler ist eine Abdichtung, die vor der PV-Anlage aufgibt. Denn dann muss die komplette Anlage abgebaut, zwischengelagert, das Dach neu abgedichtet und alles wieder aufgebaut werden — Ertragsausfall inklusive.

Deshalb ist die entscheidende Frage vor jeder Flachdach-PV: Hält die Abdichtung noch mindestens so lange wie die Anlage? Die Flachdachrichtlinie des Dachdeckerhandwerks fordert genau das — die Restnutzungsdauer der Abdichtung soll zur Nutzungsdauer der Solaranlage passen. Bei einer Bitumenabdichtung, die seit 15 oder 20 Jahren liegt, lautet die ehrliche Antwort fast immer: nein.

EPDM ist an dieser Stelle die konsequente Lösung. Es ist ein synthetischer Kautschuk ohne Weichmacher — es kann also nicht verspröden, weil ihm nichts entweichen kann, was es weich hält. Es bleibt UV- und ozonbeständig, dehnt sich über 350 Prozent, hält -40 °C bis +130 °C aus und wiegt dabei fast nichts. Genau die Kombination, die ein Dach unter einer Photovoltaikanlage braucht.

Die Rechnung dahinter
  • PV-Anlage: 25–30 Jahre auf dem Dach
  • Bitumenabdichtung: 20–30 Jahre, erste Alterung ab Jahr 15
  • EPDM: über 50 Jahre, für einzelne Produkte über 70 Jahre bescheinigt
  • Nur bei EPDM ist die Abdichtung sicher die längerlebende Schicht.

Sechs Gründe, die auf dem Dach zählen

Fast kein Gewicht

1,5 kg/m² bei 1,2 mm, 2,0 kg/m² bei 1,5 mm. Eine neue zweilagige Bitumenabdichtung bringt rund 9 kg/m² auf dasselbe Dach — plus Kies, wenn sie lose liegt. Bei knapper Statik entscheidet das darüber, ob die PV-Anlage überhaupt möglich ist.

Überlebt die Anlage

Das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) hat Bestandsdächer untersucht und EPDM-Abdichtungen rechnerisch über 50 Jahre bescheinigt; neuere Untersuchungen kommen für einzelne Produkte auf über 70 Jahre. Kein anderer Flachdach-Werkstoff hat diesen Vorsprung.

Bitumenverträglich

EPDM verträgt Bitumen. In vielen Fällen bleibt die alte Bahn liegen und wird überbaut — kein Abriss, keine Entsorgung, keine Woche offenes Dach. Bei verschieferten oder stark gealterten Bahnen kommt eine Trenn- oder Ausgleichslage dazwischen.

Ohne offene Flamme

EPDM wird kalt verklebt, nicht geschweißt. Heißarbeiten auf dem Dach sind eine der häufigsten Brandursachen auf Baustellen und brauchen beim Versicherer oft einen Erlaubnisschein. Bei EPDM entfällt das Thema komplett.

Große Flächen ohne Naht

EPDM gibt es als konfektionierte Plane bis rund 750 m² am Stück. Jede Naht, die es nicht gibt, kann auch nicht undicht werden — besonders wichtig unter einer PV-Anlage, wo man später schlecht drankommt.

Verträglich mit dem Montagesystem

EPDM enthält keine Weichmacher, die auswandern könnten. Übliche Bautenschutzmatten und Schutzlagen unter der Aufständerung sind damit verträglich — bei Weich-PVC-Bahnen ist das ein Dauerthema.

Wann EPDM die richtige Wahl ist

1. Wenn das Dach kaum Reserven hat

Trapezblechhallen, Leichtbaudächer, Holzkonstruktionen, Garagen und Carports haben oft nur 15 bis 25 kg/m² freie Lastreserve. Davon braucht die PV-Anlage selbst schon einen großen Teil: ballastierte Systeme bringen typisch 12 bis 33 kg/m² aufs Dach, verschraubte oder geklebte Systeme 7 bis 12 kg/m².

Wer in dieser Situation eine neue Bitumenabdichtung aufbringt, verschenkt rund 9 kg/m² Reserve — oft genau die Menge, die am Ende für die Anlage fehlt. EPDM kostet 1,5 kg/m². Das ist der Unterschied zwischen „geht nicht" und „geht".

2. Wenn schon Bitumen drauf liegt

Der klassische Fall: ein Gewerbedach aus den 1990ern oder 2000ern, Bitumen zweilagig, optisch noch in Ordnung, aber die Nähte werden spröde. Eine PV-Anlage darauf zu setzen heißt, in zehn Jahren alles wieder abzubauen.

Mit EPDM sanieren wir darüber: alte Bahn reinigen, prüfen, gegebenenfalls Trennlage, EPDM kalt verkleben — und direkt danach die PV-Anlage montieren. Ein Gerüst, eine Baustelle, ein Ansprechpartner. Danach ist die Abdichtung die jüngste Schicht auf dem Dach und nicht die älteste.

Sanierung vor PV

Abdichtung erneuern, bevor die Anlage draufkommt — der einzige Zeitpunkt, an dem es günstig ist.

Neubau Halle & Gewerbedach

Leichte Abdichtung von Anfang an — mehr Reserve für die Anlage, weniger Stahl im Dach.

Carport, Garage, Nebengebäude

Kleine Flächen komplett nahtfrei, in einem Stück, in einem Tag.

Technische Daten der EPDM-Dachbahn

MaterialEPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer), synthetischer Kautschuk, ohne Weichmacher
Dicken1,2 mm und 1,5 mm
Flächengewichtca. 1,5 kg/m² (1,2 mm) · ca. 2,0 kg/m² (1,5 mm)
AbmessungenRollen bis 30,5 m Länge; konfektionierte Planen bis rund 750 m² nahtfrei am Stück
Dehnfähigkeitüber 350 %
Temperaturbeständigkeit-40 °C bis +130 °C, kurzzeitig deutlich höher
BeständigkeitUV, Ozon, Witterung, alkalischer Regen, Hagel; eingeschränkt gegen Öle, Fette und Lösemittel
BrandverhaltenWiderstand gegen Flugfeuer und strahlende Wärme Broof(t1) nach EN 1187-1 im geprüften Aufbau
Wasserdichtheitgeprüft nach EN 1928 (Verfahren B)
NachweiseAllgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP); Materialgarantie herstellerseitig typisch 20 Jahre
Verlegungvollflächig kalt verklebt, lose mit Auflast oder mechanisch befestigt — je nach Untergrund und Windsog
UntergründeHolz, OSB, Beton, Trapezblech mit Dämmung, alte Bitumenabdichtung (bitumenverträglich)
Lebensdauerüber 50 Jahre nach unabhängigen Untersuchungen (SKZ), für einzelne Produkte über 70 Jahre

Angaben sind produkt- und aufbauabhängig. Die verbindlichen Werte stehen im Datenblatt des jeweiligen Systems, das wir mit dem Angebot mitliefern.

Was wir liefern
  • Dachcheck und Bestandsaufnahme
  • Klärung der Lastreserve mit dem Statiker
  • Aufbauplanung inkl. Schutzlagen
  • EPDM-Abdichtung inkl. Details und Anschlüsse
  • PV-Montage durchdringungsfrei
  • Elektrotechnik bis zum Netzanschluss

Vom Dachcheck zur fertigen Anlage

1
Bestand aufnehmen

Aufbau, Zustand und Restnutzungsdauer der vorhandenen Abdichtung, Durchdringungen, Entwässerung, Dachrand. Bei Bedarf mit Dachöffnung an mehreren Stellen.

2
Lasten klären

Wie viel Reserve hat das Dach? Daraus ergibt sich, ob ballastiert, geklebt oder befestigt montiert wird — und wie leicht die Abdichtung sein muss.

3
Abdichten

EPDM verlegen, kalt verkleben, Details und Anschlüsse ausführen, Entwässerung wieder anbinden. Dokumentation für die Bauakte.

4
PV montieren

Schutzlagen, Unterkonstruktion, Module, Verkabelung, Wechselrichter, Schaltschrank und Netzanschluss — alles aus unserem Haus.

Wo EPDM nicht die Antwort ist

Wir empfehlen EPDM, weil es in den allermeisten PV-Fällen das beste Verhältnis aus Gewicht, Lebensdauer und Aufwand hat. Es ist aber kein Universalmaterial, und das sagen wir vorher:

  • Öle, Fette, Lösemittel. EPDM ist dagegen nur eingeschränkt beständig. Auf Dächern mit Küchenabluft, Fettabscheidern oder Chemieabluft brauchen die betroffenen Zonen eine andere Lösung oder eine geschützte Ausführung.
  • Sehr viele Durchdringungen. Bei Dächern mit Dutzenden Lüftern, Rohren und Sonderformen ist der Detailaufwand hoch. Das ist machbar, aber dann liegt der Vorteil der großen nahtfreien Fläche brach.
  • Nähte sind Handwerk. Wo Bahnen gestoßen werden, entscheidet die Sorgfalt der Verklebung über die nächsten Jahrzehnte. Deshalb planen wir Flächen so, dass möglichst wenige Nähte entstehen — und die, die bleiben, liegen nicht unter den Modulen.
  • Stehendes Wasser. Auch die beste Bahn ersetzt kein Gefälle und keine funktionierende Entwässerung. Wenn das Dach Pfützen hält, lösen wir das zuerst.

Häufige Fragen

Muss die alte Bitumenbahn runter?

Meistens nicht. EPDM ist bitumenverträglich, die Bahn kann in vielen Fällen liegen bleiben und wird überbaut. Voraussetzung ist ein tragfähiger, trockener Untergrund. Bei verschieferten oder stark gealterten Bahnen legen wir eine Trenn- oder Ausgleichslage dazwischen und verwenden bitumenverträgliche Kleber. Was in Ihrem Fall gilt, entscheiden wir nach der Bestandsaufnahme — nicht pauschal.

Hält EPDM die PV-Montage aus?

Ja, wenn die Auflagerpunkte richtig ausgeführt sind. Zwischen Abdichtung und Montagesystem gehört immer eine Schutzlage, die mit der Bahn verträglich ist — das fordert auch die Flachdachrichtlinie. Weil EPDM keine Weichmacher enthält, sind die üblichen Bautenschutzmatten unkritisch.

Wird die PV-Anlage aufs Dach geschraubt?

Nach Möglichkeit nicht. Wir montieren durchdringungsfrei — ballastiert oder mit Klebesystemen. Jede Durchdringung ist eine Stelle, die in 15 Jahren undicht werden kann. Wenn die Statik keine Ballastierung zulässt, wählen wir ein System, das zur Bahn passt.

Was kostet das?

Das hängt von Fläche, Untergrund, Detailaufwand und Zugang ab. EPDM ist im Material meist teurer als Bitumen und im Lebenszyklus deutlich günstiger, weil die zweite Sanierung entfällt. Wir kalkulieren pro Dach und legen die Positionen offen.

Machen Sie Dach und Elektrik?

Ja — Abdichtung, Unterkonstruktion, Module und die komplette Elektrotechnik bis Schaltschrank, NA-Schutz und Netzanschluss. Genau daran scheitern sonst die Projekte: Dachdecker und Elektriker zeigen aufeinander. Bei uns gibt es einen Verantwortlichen.

PV geplant? Klären Sie erst das Dach.

Schicken Sie uns Fotos, Baujahr und Fläche Ihres Dachs — wir sagen Ihnen, ob die Abdichtung die Anlage trägt und was eine EPDM-Sanierung bedeutet.